Kunstkarten

      

 

Vorgeschichte:

Es war an einem späten Mittwochnachmittag eines Sommertags. Die Galerie „zum Komet“ befand sich in einer Gasse der Altstadt von Rheinfelden auf welcher eine gewisse Anzahl Personen hin und her gingen. Dass nicht alle Passanten kunstinteressiert waren, wusste ich. Dass nicht alle diejenigen, die kunstinteressiert waren, sich auch für informelle Kunst interessierten, wusste ich auch, aber jener Mittwoch war der erste Tag, drei Jahre nach Eröffnung der Galerie, an dem niemand die Galerie betrat.
Wenn niemand unterwegs ist, macht man sich andere Gedanken als wenn jemand vor dem Schaufenster stehenbleibt, interessiert die ausgestellten Bilder betrachtet, dann, um mehr zu sehen, die Nase an die Scheibe drückt, um weiter zu gehen, nachdem man einen Nasenabdruck hinterlassen hat. Aus der Zahl der hinterlassenen Abdrücke der Nasen auf dem Schaufenster der Galerie kann man sagen, dass die Galerie von einer grossen Zahl von Interessenten besucht wurde, vor allem wenn die Galerie geschlossen war. An jenem Mittwoch griff ich zur Feder und zum Papier und beschloss, 10 Gebote zu schreiben, weshalb man in die Galerie eintreten soll.
Am nachfolgenden Samstag habe ich das Blatt Papier mit den aufgelisteten 10 Punkten an das Fenster aufgeklebt. Keine fünf Minuten verstrichen, als zwei Frauennasen, nachdem sie Spuren auf der Scheibe hinterlassen hatten, die 10 Punkte lasen. Mit grosser Überraschung sah ich die zwei Nasen eintreten, sie gehörten zwei jungen und hübschen Frauen, die mit lauter Stimme schrieen: Ihre 10 Punkte haben uns überzeugt“.

Eine erste Ausgabe der Karte ist ausverkauft. Diese zweite Ausgabe ist sowohl in der Gestaltung als im Inhalt überarbeitet worden.

Preise:


Exemplare Preis CHF  
     
10 Stk. 5.-  






exkl. Vesandspesen