Vita/Ausstellungen


Toto Mazzara

 

 

 

 

 










Bio-Bibliografie


Ich bin in Villafrati, Palermo, am 10. Dezember 1941 geboren. Die ersten Jahre meiner Kindheit sind diejenigen, die zur Bildung meines Charakters am meisten beigetragen haben. Aufgewachsen während der langsamen Belebung der Wirtschaft der Nachkriegszeit, in einem überwiegend landwirtschaftlich geprägten Land, fühlte ich mich an die Natur sowie an die Menschen und ihre Probleme gebunden. In Palermo schloss ich das Studium als Metallmechaniker Ingenieur ab. Im Jahre 1968 emigrierte ich in die Schweiz, wo ich, neben der Arbeit als Konstrukteur, meine Leidenschaften: Schreiben und Malen weiterpflegte.

Am Anfang hatten die literarischen Werke reinen Emigrations- Hintergrund. Die Grenze, als fast abstraktes Wort, erhielt plötzlich eine wesentliche Bedeutung für mein Leben: ein fast unüberwindbares Hindernis. 1
1977 gab ich eine kleine ausgelesene Gedichtsammlung, mit dem Verlag "Club degli autori" in Mailand, heraus.
Die jüngsten Arbeiten haben zum Teil noch Emigrationsgedanken, Kindheitserinnerungen lassen immer Heimatgefühle aufkommen, aber bei anderen Werken spürt man das Nachtrauern für meine geliebte Heimat nicht mehr.

1975 Goldmedaille am "Concorso di Poesia" in Basel für das Gedicht "Gelido autunno" (Eisiger Herbst).
1978 2. Platz am Concorso Artistico Letterario " Lo specchio d'oro " in Bern, für dir Erzählung "Torna Emigrante" (kehr zurück Emigrante ).


In der Kunst, nach der Teilnahme an einigen Ausstellungen, eröffnete ich, 1994 bis 2001, in Rheinfelden, zusammen mit meiner Frau, die Galerie für moderne Kunst "Galerie zum Komet" und führte sie bis 2001 . Von Juli 2001 bis Dezember 2005 führte ich die "Galerie Mazzara" in Riehen, nahe der Fondation Beyeler. 2006 übergab ich die Galerie meinem Nachfolger, den ich bis Ende 2007 begleitete, unter dem Namen "Galerie Mazzara & Mollwo". Ab 2008 heisst die Galerie "Mollwo". 2

Bei der Galerientätigkeit lernte ich viele Künstler von internationalem Ruf kennen, für die ich die Ehre hatte, bedeutende Ausstellungen zu organisieren. Die Italiener Vincenzo Baviera und Pasquale Ciuccio, die Schweizer Pierre Casè, Martin Cleis, Karl Imfeld, Dimitri (Clown), die Deutschen Hans Schnell, Franziska Schemel, Klaus Neuper und Norbert Hartmann, den Holländer Ko Kwinklenberg, die Engländerin Gillian Withe, den Armenier Sam Grigorian, den Iraker Shafiq Alnawab, die Inderin Surekha Kumar, u.v.a.
Mit der Galerie Mazzara und "Galerie Mazzara & Mollwo" nahm ich 2005, 2006 und 2007 an der internationalen Kunstmesse von Karlsruhe in Deutschland teil.



Seit 1974 zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz





1 Der Professor Jean-Jacques Marchand, von der Universität Lausanne, schrieb in seiner Forschungsarbeit "Frontiera reale e frontiera metaforica nelle opere degli emigrati italiani in Svizzera":
Die Werke derjenigen, die als Emigranten tatsächlich diese Erfahrung gemacht haben, beinhalten Themen von der Zeit vor oder nach der Emigration. Die Zeit vor, bezieht sich auf die Welt, die Herkunft, die Kindheit und die Jugend, sie ist weit weg in Zeit und Raum. Es ist die Welt des idealisierten und mythologisierten Landes der Väter, der Wiege geschützt durch mütterliche Liebe, das Land der Wurzeln: der Ort der Wärme, des Lichts und der Sonne, des Glanzes des Meeres, und der Reinheit der Landschaft oder der Bergen. Derjenige, der mit typischer und absoluter Art, diese Grenze darstellt, schon mit dem Titel "Amata terra mia", ist Totò Mazzara.


2 http//www.galeriemazzara.ch